fördert wohlfühlen durch ausgelassenheit...

Natur

In den Städten des Ruhrgebiets hat trotz des Zerfalls der Schwerindustrie in den letzten Jahrzehnten ein schleichender Verlust an naturnahen Flächen stattgefunden. Der Grund hierfür liegt in der ungezügelten inneren Verdichtung der städtischen Flächennutzung und in der intensiven Gestaltung und Pflege der verbleibenden naturfremden Grünflächen aller Art. Die relativ wenigen noch auffindbaren naturnahen Restflächen im Ruhrgebiet werden meistens von Seiten des Naturschutzes als „geschützte Landschaftsbestandteile“ (nach § 18 BnatSchG) bzw. als „Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ (nach § 5 BauGB) planungsrechtlich abgesichert oder gar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dann unterliegen diese Flächen hinsichtlich ihrer Erholungsnutzung (Betretbarkeit und Bespielbarkeit) einer erheblichen Einschränkung und Reglementierung. Die Notwendigkeit der Reglementierung ergibt sich aus der Vorrangfunktion „Naturschutz/ Biotopschutz“, die solche Nutzungen (wie z.B. Freizeitaktivitäten) ausschließt, von denen zu vermuten ist, dass sie die definierten Schutzzwecke gefährden könnten. Um einen möglichen Missverständnis vorzubeugen, ist es wichtig zu erklären, dass die Ausführungen der gGmbH kein Plädoyer gegen Schutzverordnungen sind. Schutzgebiete für die Natur sind notwendig und wir brauchen mehr davon. Aber so wie die Natur- bzw. Tierpopulationen und Pflanzengesellschaften ihre Schutzorte benötigen, braucht der Mensch Rückzugsorte in der Natur. Deswegen brauchen wir – um der Entfremdung des Menschen von der Natur entgegenzuwirken – naturnahe Gebiete, in denen nicht der Schutz, sondern nachhaltige Formen der Erholung den Vorrang genießen.


Bewegung

Der technische Fortschritt hat in den letzten 100 Jahren das Leben der Menschen radikal verändert. Maschinen, Autos, Fahrstühle, Rolltreppen und Rasenmäher – um nur einige Beispiele zu nennen – haben uns mehr und mehr körperliche Arbeiten erleichtert oder ganz abgenommen. Während unsere Großeltern und auch Eltern häufig noch schwere körperliche Arbeiten verrichten mussten und z.B. regelmäßig weitere Strecken zu Fuß gingen, verbringen viele Menschen heute die meiste Zeit des Tages sitzend: im Büro oder in Schulen, im Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, vor dem Computer oder in Besprechungen, auf dem heimischen Sofa vor dem Fernseher. Das Leben ist bequemer und angenehmer geworden und Menschen verbringen immer weniger Zeit damit körperlich aktiv in der Natur zu sein. Doch während die technische Entwicklung immer weiter fortschreitet, ist der menschliche Körper noch weitgehend vergleichbar mit dem des Urmenschen. Dieser menschliche Körper benötigt Bewegung! Denn er funktioniert grundsätzlich anders als eine Maschine, die durch häufige Benutzung verschleißt. Der Körper des Menschen verliert gerade dann seine Leistungsfähigkeit und wird anfällig für Krankheiten, wenn er nicht in ausreichendem Maße beansprucht wird. Die Ergebnisse vieler wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen immer deutlicher wie wichtig Bewegung für den menschlichen Organismus ist. Beispielsweise kann ausreichende Bewegung Adipositas vorbeugen, den Herzmuskel kräftigen, das Wohlbefinden und die Lebensfreude steigern, Muskelerschlaffung und daraus folgende Haltungsschwächen vermeiden. Aus diesem Grund ist es so wichtig vor allem Menschen in Ballungsgebieten Möglichkeiten und Räume zu schaffen, in denen sie sich körperlich aktiv bewegen können.